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Fit & gesund über Weihnachten Teil 1

Wie bleiben wir fit und gesund über die Weihnachtszeit?

Wissenschaftler warnen: Emulgatoren fördern Darmentzündung!

Seit September lauern sie schon wieder in den Regalen der Supermärkte. Die süßen Fallen zur Weihnachtszeit.

lebkuchen

Schokoladenlebkuchen, Dominosteine, Spekulatius und Co. warten darauf, dass wir sie vernaschen.

Aber Vorsicht! Wollen wir denn nicht bewusst, gesund durch die Weihnachtszeit?

Denn fast all diese süßen Gebäcke enthalten außer Zucker und dem so verschrienen Weizenmehl auch Emulgatoren.

Emulgatoren machen Krank?!

Ein Forscherteam unter der Leitung von Andrew Gewirtz an der Georgia State University in Atlanta fand heraus, dass zwei dieser Zusatzstoffe, wenn sie längere Zeit aufgenommen werden, die Darmflora von Mäusen verändern und Entzündungsreaktionen auslösen. Dadurch erhöhte sich nicht nur das Risiko für chronisch-entzündliche Darmkrankheiten, die Tiere erkrankten auch eher an Fettleibigkeit und Diabetes, schreiben die Forscher im Fachjournal „Nature“. Ob die Resultate auf den Menschen übertragbar sind und in Zusammenhang mit der globalen Fettleibigkeitsepidemie stehen, müssen weitere Untersuchungen klären.²

Das Forscherteam um Gewirtz verabreichte Mäusen, mit dem Trinkwasser die Emulgatoren Polysorbat 80 oder Carboxymethylcellulose in einer auch für Lebensmittel noch erlaubten Konzentration von 1 %.

Nach zwölf Wochen hatten die Emulgatoren das Artenspektrum der Darmbakterien verändert.

Dies schädigte eindeutig den Darm der Versuchstiere.

Aber wofür brauchen wir diese Emulgatoren den überhaupt.

Emulgatoren kommen auch ganz häufig in vielen Fertiggerichten und Salatsaucen vor. Aber auch in Eiscreme, Brot oder Wurst können sie enthalten sein.

Emulgatoren sorgen für die richtige Konsistenz und Haltbarkeit der Produkte. Diese Substanzen erleichtern unter anderem die Erzeugung von Öl-in-Wasser-Emulsionen und galten bislang als unbedenklich.

Polysorbat 80 ist als Lebensmittelzusatzstoff E 433 zugelassen und beispielsweise in Eiscreme oder Margarine enthalten. Carboxymethylcellulose (E 466) findet man auch in Mayonnaisen, Saucen und Gelee.

 

Ebenfalls gibt es neue Forschungsergebnisse aus Berlin.

Oberarzt Alexander Swidsinski ist Spezialist für entzündliche Darmerkrankungen an der Berliner Charitè. Er erläutert in einem aktuellen Beitrag des hessischen Rundfunk bei „Alles Wissen“, man müsse schleunigst alle Emulgatoren auf ihre Wirkung im Darm untersuchen, als Konsequenz auf die jüngsten Ergebnisse.³

Doch sind am Tierversuch gemachte Experimente überhaupt auf den Menschen übertragbar? Durchaus meint der Fachmann: Gastroenterologe Dr. Alexander Swidsinski erklärt im „Alles Wissen“ Interview, dass der Darm von Menschen und Mäusen sich zwar in der Zusammensetzung der Darmflora unterscheide, jedoch: „die prinzipiellen Mechanismen sind die gleichen.“ Die Verdauung funktioniert bei Mäusen wie Menschen ganz ähnlich.[³]

Gefahr für die schützende Schleimschicht unseres Darms droht aber noch von anderer Stelle, so Alexander Swidsinski. Denn Seifen, Wasch- und Spülmittel enthalten ebenfalls nichts anderes als Emulgatoren. Diese werden als Tenside bezeichnet. Anders als Emulgatoren in der Nahrung essen wir sie nicht bewusst – aber trotzdem können wir einiges davon aufnehmen.³[4] Das ganze HR Video hier.

Alexander Swidsinski rät deshalb zu einem bewussteren Umgang mit Wasch- und Reinigungsmitteln: „Weil die Seifen um einige Potenzen stärker als die Lebensmittel-Emulgatoren sind.“ Sie haben eine noch stärkere aufweichende Wirkung für die schützende Schleimschicht des Darms. Hinzu käme, dass die meisten in Lebensmitteln verwendeten Emulgatoren zwar vom Menschen nicht direkt abgebaut werden können, aber zumindest von Bakterien des Darms teilweise abbaubar sind. Viele Seifen, die wir verwenden seien hingegen, wenn sie etwas als Rückstände in den Darm gelangten, überhaupt nicht abbaubar.³

Spülmittelrückstände haften nach dem Spülen von Hand oft noch am Geschirr. Man sollte hier ganz bewusst  Gläser, Teller und Tassen mit klarem Wasser nachspülen.

Bei Geschirrspülmaschinen das Klarspülprogramm zwar wählen, aber den Klarspüler weglassen.

Doch um Lebensmittelemulgatoren zu vermeiden bleibt nur der genaue Blick auf die Zutatenliste oder gleich der Verzicht auf Fertigprodukte. Und auch die Forschung ist gefragt, denn ob tatsächlich alle verwendeten Lebensmittelemulgatoren schädlich sind oder es auch ganz harmlose darunter gibt, ist noch nicht untersucht.

Aber eines ist sicher, wie es mit den Emulgatoren weiter geht, ich bleibe dran!

Fitness christmas woman training

Und zu den Feiertagen brauchen wir auf unsere leckeren Plätzchen und Lebkuchen ja auch nicht zu verzichten. Einfach selber backen. Das macht vor allen jede Menge Spaß und ist zudem auch noch viel gesünder.

Und selbstverständlich sollten wir auch über Weihnachten etwas für unsere Fitness und Gesundheit tun.

Da erweist sich der ein oder andere Gang ins Fitnessstudio, oder zum Joggen in die Natur als besonders Wertvoll. So kommen wir tatsächlich fit und gesund über die Weihnachtszeit.

In diesem Sinne,

Sportliche Grüße und haltet die Form

Euer Heiko

 

Quellen:

[2] http://www.nature.com/nature/journal/v519/n7541/full/nature14232.html

[3] http://www.hr-online.de/website/fernsehen/sendungen/index.jsp?rubrik=93660&key=standard_document_57715258

[4] http://www.hr-online.de/website/fernsehen/sendungen/mediaplayer.jsp?mkey=57729072&rubrik=43818

 

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3 comments

  1. Sascha Kriegel says:

    Guten Tag und ganz herzlichen Dank an Heiko !
    Der Artikel ist wirlich relevant und nicht der 101. Bericht über „Waschbrettbauch in 3 Tagen“.
    Es ist mittlerweile bekannt, dass Störungen im Verdauungsbereich ernste Krankheiten auslösen können. Es besteht zudem eine sehr enge Vernetzung zwischen dem Magen-Darm-Trakt und dem Gehirn bezüglich des Denkens und insbesondere im Bereich der Emotionen. Der Verdauungsapparat spielt da eine viel größere Rolle als bisher gedacht.
    Zudem stellt sich zunehmend heraus, dass eine gestörte Darmflora (z.B. Besiedlung mit ungünstigen Bakterien) Übergewicht maßgeblich negativ beeinflussen kann.
    Das Poblem mit den hochwirksamen schädlichen Tensiden ist daher ernst zu nehmen.
    Der Artikel von Heiko kommt da zur Aufkärung gerade recht !
    Danke!
    VG
    Sascha

    • Heiko says:

      Hallo Sascha,

      besten Dank für Deinen konstruktiven Kommentar. Es freut mich das Du erkannt hast, dass es mir eben nicht um die gewöhnlichen Abnehm- und Crashdiätenbeiträge geht.

      Es würde mich freuen, wenn Du weiterhin meinen Blog besuchst und ihn mit Deinen konstruktiven Kommentaren beflügelst.

      Besten Dank und sportliche Grüße!

      Heiko

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